Feedback nach einer Tier-Aufstellung

Feedback einer Teilnehmerin nach einer Tier-Aufstellung, bei der ihr Hund das Ungeheilte getragen hat und davon Sehstörungen bekam:

„Ich besuche meine Eltern im Schnitt vierteljährlich. Bei den zwei letzten Besuchen habe ich nun Veränderungen gespürt. Zum einen war ich Anfang April dort und habe zum ersten Mal erlebt, dass mein Vater, auf Dinge, die ich sagte, weder abfällig reagiert hat, noch sich darüber lustig gemacht hat. Und obwohl meine Äußerungen und ich so wie immer waren, konnte ich ein bisschen Wertschätzung meines Vaters spüren.

Beim zweiten Besuch vor drei Wochen war ich dann richtig überrascht. In meiner Familie war es bisher meist so, dass ich nicht den Status eines eigenständigen, abgegrenzten Mitglieds hatte (wie die anderen drei), sondern auf mich und auf die Dinge, die mir gehörten, wurde zugegriffen. Jede Art von Gegenwehr meinerseits verpuffte bisher langfristig. Da war ich natürlich baff, als vor drei Wochen jedes Mal, wenn meine Mutter für mich etwas entscheiden oder für mich antworten wollte, mein Vater ärgerlich erwiderte, er wolle meine Meinung wissen. Das ist neu.
Noch größer war die Überraschung, als er in einem Vieraugen- Gespräch zu mir sagte, dass er nicht mehr wollen würde, dass ich in einer Abhängigkeit zu ihm wäre. Allein, dass er dieses Wort benutzte, war erstaunlich.

Ich hatte nach diesen drei Tagen bei meinen Eltern an die Aufstellung gedacht und dass es wohl Zeit gebraucht hat, bis die Wirkung der Aufstellung zu spüren war.


Ich finde auch, dass generell mehr Harmonie und Ruhe in der Beziehung meiner Eltern ist.
Was meinen Hund angeht, gibt es nach wie vor Auf und Abs mit seinen Augen.


Ich sehe dies aber zwischenzeitlich als eine Art Wegweiser für unseren gemeinsamen Weg ohne diese Verzweiflung, die vorher immer deswegen hatte. Und ich habe den Eindruck, dass es ihm damit gut geht.“

P.T. Ammersee